Notruf : 122

Wohnhausbrand in Stattersdorf

Voller Einsatz für die Feuerwehren der Landeshauptstadt St. Pölten am Faschingssamstag: Im Stadtteil Stattersdorf war ein Wohnhaus in Brand geraten, als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang an vielen Stellen des Hauses dichter Brandrauch aus.

Den Feuerwehrmitgliedern war sofort klar, dass hier höchste Dringlichkeit herrschte und wohl ein langer Einsatz auf sie warten würde.

Die alarmierten Feuerwehr St. Pölten-Stattersdorf (örtlich zuständig) und St. Pölten-Wagram waren zum Zeitpunkt der Alarmierung bereits als Sicherungsposten beim Wagramer Faschingsumzug eingesetzt. Daher galt es gemeinsam mit der Bereichsalarmzentrale St. Pölten zu Beginn die richtige Einsatzstärke zu bestimmen. Seitens der Wagramer Feuerwehr rückten 3 Fahrzeuge aus. Diese wurden teilweise aus dem Einsatz beim Faschingsumzug abgezogen, die restliche Mannschaft rückte von zuhause aus nach. So konnte ein äußerst schnelles Eingreifen sichergestellt werden!

 

 

Gemeinsam mit den Stattersdorfer Kameraden wurde sofort nach Eintreffen am Einsatzort mit dem Innenangriff begonnen, eine Dame konnte bereits zu Beginn des Einsatzes gerettet werden. Sukzessive konnten die sichtbaren Flammen im Erdgeschoß abgelöscht werden.

Brand in der Zwischendecke als Herausforderung - Kommunikation ist lebenswichtig!

Eine besondere Herausforderung stellte die Konstruktion des Gebäudes dar, hatte sich der Brand doch bereits in die Holz-Zwischendecke "gefressen", weshalb diese mühsam geöffnet werden musste. Hierfür musste "schweres Gerät" ausgepackt werden. Mit einer speziellen Rettungskettensäge ist es möglich durch Holz und auch Metall zu schneiden.

 

Besonders wichtig bei solchen Einsätzen ist die gut funktionierende Kommunikation zwischen den Atemschutztrupps! Während ein Trupp von unten die Zwischendecke öffnet, muss ein zweiter Trupp von oben beobachten was passiert und den unten arbeitenden Trupp durch ihre Aufmerksamkeit "beschützen". Durch diese erstklassige Zusammenarbeit konnte verhindert werden, dass eine schwere Holzkommode ungebremst durch die Decke direkt auf die unten arbeitenden Feuerwehrler stürzte!

 

 

 

Trotz aller Bemühungen hatten sich die Glutnester jedoch bereits so weit ausgebreitet, dass auch die Dachkonstruktion innerlich zu brennen begonnen hatte. Daher war die Feuerwehr gezwungen, über den Steiger des Wagramer Tanklöschfahrzeuges die Dachhaut zu öffnen, um zu den Flammen vordringen zu können. Eine langwierige, gefährliche und anstrengende Arbeit!

Für diese Arbeiten wurden vom Einsatzleiter weitere Atemschutzgeräteträger von der FF St. Pölten-Spratzern nachalarmiert.

Neben den Arbeiten "an der Front", also im Innenangriff und im Außenangriff über den Steiger kümmerten sich Wagramer Feuerwehrleute auch um die Logistik am Atemschutzsammelplatz, wo leergeatmete Atemluftflaschen gesammelt wurden. Die leeren Flaschen wurden im Pendelverkehr ins Wagramer Feuerwehrhaus gebracht, dort mittels eines speziellen Atemluftkompressors frisch befüllt und an die Einsatzstelle zurückgebracht, um wieder auf Atemschutzgeräte geschnallt zu werden und wieder von Einsatzkräften im Innenangriff verwendet zu werden.

 

 

Text und Fotos: FF St. Pölten-Wagram, Öffentlichkeitsarbeit

 

 


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